Pferdgestützte Psychotherapie 

Die pferdgestützte Psychotherapie ist eine spezialisierte Form der Psychotherapie, bei der Pferde gezielt in den therapeutischen Prozess einbezogen werden. Psychotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Behandlung zur Feststellung, Linderung oder Heilung psychischer Erkrankungen. Die Diagnosen sind international einheitlich klassifiziert (z. B. nach ICD-10), äußern sich jedoch bei jedem Menschen unterschiedlich in Form, Ausprägung und Kombination.

Als Psychotherapeutin dürfen nur entsprechend qualifizierte und staatlich anerkannte Fachpersonen arbeiten, wie z. B. Psychologische Psychotherapeutinnen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen sowie Fachärztinnen mit psychotherapeutischer Ausbildung. Die pferdgestützte Psychotherapie wird  vor allem durch ausgebildete Psycholog*innen und Ärzt*innen mit therapeutischer Qualifikation durchgeführt. Dabei dient das Pferd als sensibles Gegenüber, das auf nonverbale Signale reagiert und so emotionale Prozesse sichtbar und erlebbar macht. 

 

Die pferdgestützte Psychotherapie ist ein ergänzender Ansatz innerhalb eines ganzheitlichen Therapieprozesses. Übungen am und mit dem Pferd werden gezielt eingesetzt, um klassische therapeutische Methoden wirksam zu erweitern – individuell abgestimmt und fachlich begleitet.

Die pferdgestützte Psychotherapie erweitert klassische Behandlungen um ein besonderes Element: das Pferd als lebendiges Gegenüber. In dieser Rolle wirkt das Pferd als „Mittler“, der emotionale Prozesse unterstützt und erfahrbar macht. Dabei bleiben alle grundlegenden Prinzipien der Psychotherapie erhalten, die Arbeit mit dem Pferd ist stets ein ergänzender Bestandteil eines gesamten Therapieprozesses.

Wie und wann Pferde in die Therapie einbezogen werden, richtet sich individuell nach den Bedürfnissen und Themen der Klient*innen. Pferde verfügen über eine ausgeprägte Sensibilität für nonverbale Signale und können fein auf menschliche Emotionen reagieren. Dadurch entstehen oft intensive Erfahrungen von Verbindung, Vertrauen und emotionalem Erleben, die therapeutische Prozesse fördern können.

In der Therapie werden Übungen mit und am Pferd genutzt, um z. B. Selbstwahrnehmung, Beziehungsfähigkeit, Vertrauen oder emotionale Regulation zu fördern. Die Methode wird immer ergänzend zu einem fundierten psychotherapeutischen Verfahren eingesetzt. Im Mittelpunkt steht die Beziehung: zwischen Klient und Pferd sowie im Zusammenspiel mit dem Therapeuten. Diese besondere Verbindung unterstützt Vertrauen, Selbstwahrnehmung und neue Erfahrungen im Umgang mit eigenen Gefühlen und Verhaltensweisen.

 

Mehr Informationen sind auf der Seite des Institutes für pferdegestützte Interventionen und dem Deutschen Kuratorium für 

therapeutisches Reiten zu finden.

©Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten. Fotos: Anna Klingberg Fotografie

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